Kantonsspital Obwalden

Kunst und Bau | Kantonsspital Obwalden
Neuer Bettentrakt

Idee
In ländlichen Gebieten werden Menschen seit jeher nicht nur beim persönlichen Namen genannt. Man wollte sie, bis heute, immer wieder auch zuordnen, zu welchem Familienstamm sie gehören, welches die Vorfahren sind, wo sie leben. Da spielen, nebst dem Familiennamen, auch Flurnamen, Berufe, Begebenheiten, Besitztümer, persönliche körperliche Merkmale usw. eine Rolle.


Hinter jedem Namen stecken Geschichten, Anekdoten, Herkunftsfamilien und Lebensräume. Da wurden ganze Namensketten gebildet, lautmalerisch manchmal, originell, farbig, skurril, bizarr. Diese Namensketten klingen wie Geräusche, Gedichte, fremdländische Sprachen oder wie ein Rap. ZUNAMEN beginnen mit der Herkunft und enden mit dem aktuellen Namen. Sie schlagen Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Kein Name ist ohne Bedeutung. Da werden die Hintergründe erläutert, Erinnerungen geweckt, Geschichten erzählt. Ich glaube, dass ZUNAMEN gut an einen Ort, wie eben ein Spital, passen, wo genau diese Menschen ein- und ausgehen und sich begegnen. Für mich sind ZUNAMEN einzigartig und eigenständig, Fundstücke also, welche in unserer Zeit leiser werden und unmerklich langsam verschwinden. ZUNAMEN sind erzählerisch schön und ich möchte ihnen in meinem Projekt eine Gestalt geben.